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Selbstgerührtes Deo

2016_04_01-Deomousse

Einfach nur, weil ich mich kenne und ich in ein paar Wochen vermutlich wieder ratlos vor meinem (fast) leeren Deopöttchen sitze und nur noch eine rudimentäre Ahnung habe, nach welchem Rezept ich vorgegangen bin, habe ich mich dazu entschlossen, das heute einmal hier zu notieren.

Wieso eigentlich selbstgerührtes Deo? Weil es kein Aluminium enthält, sehr plastikarm herzustellen ist und zumindest bei mir auch deutlich besser wirkt als konventionelles Deo. Ein paar Lieblingsmenschen konnte ich von dieser Alternative schon überzeugen, deshalb werden die Chargen, die es anzumischen gilt, auch langsam größer und die Zutaten etwas ausgefallener. Grundsätzlich reichen aber die ersten vier Zutaten, um das Deo anzurühren und mal auszutesten.
Dafür muss man die festen Fette (Kakaobutter und Kokosöl) nur über einem Wasserbad schmelzen und anschließend ganz normales Natron, das man im Supermarkt in der Backabteilung findet, und Speisestärke einrühren, nach Geschmack beduften und das Ganze dann abfüllen.
Theoretisch kann man auch jede andere Art von hautpflegenden Fetten nehmen. Kokosöl soll antibakteriell wirken, da es aber einen recht niedrigen Schmelzpunkt hat und mir die Deocreme im Sommer mitunter weggeflossen ist, hoffe ich, dass die Kakaobutter da ein bisschen gegenwirkt. Das Natron sorgt dafür, dass sich das Milieu unter der Achsel leicht ins Basische verschiebt, was dafür sorgt, dass viele Bakterien – die ja für den weniger guten Geruch zuständig sind – sich nicht so gut vermehren können. Die Speisestärke soll dafür sorgen, dass die Schweißdrüsen ein bisschen verstopft werden.

Vorsicht geboten ist nicht zuletzt bei der Menge, die man aufträgt, ganz besonders bei frischrasierten Achseln. Vor allem empfindliche Haut neigt dazu ziemlich gereizt auf zu große Mengen Natron zu reagieren.
Ansonsten kann ich das Deo aber nur allerwärmstens empfehlen, ich bin da seit nun mehr fast zwei Jahren ziemlich zufrieden mit.

4 EL Kakaobutter
4 EL Kokosöl
3 1/2 EL Natron
4 EL Speisestärke

1 EL Jojobaöl
2 EL Zinkoxid
3 Tropfen Vitamin E
3 Tropfen Panthenol
3 Tropfen Grüner Tee Extrakt

ätherische Öle

Fenstertheater • am 01.04.2016, um 13:32 • in Körperpflege
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Haarseife

Vor einigen Wochen war ich sehr unglücklich mit meinem Shampoo. Häufig sah mein Haar nach nicht einmal 24 Stunden schon wieder leicht fettig aus; von den ganzen Inhaltsstoffen, die da so drin sind, will ich gar nicht anfangen. Ich hatte irgendwo etwas über Haarseife gelesen und beschloss dann nach kurzem Googlen eine kleine Bestellung aufzugeben.

Die Haarseife überzeugte mich relativ schnell, die Haare machten schnell einen deutlich gesünderen Eindruck. Es folgte also relativ bald nach der ersten eine zweite, dieses Mal ein wenig umfangreichere Bestellung bei savion.de. Die Haarseife gibt es zwar in kleinen Testpackungen, die Körperseifen hingegen nicht. Zum Glück hatte ich einmal mehr in House einen willigen Mittäter und so beschlossen wir zusammen zu ordern. Das nette Team bei savion teilte uns auf Anfrage alle Körperseifen einmal in der Mitte, so dass jede erst einmal eine halbe Seife austesten kann.
Generell ist der Shop wirklich, wirklich toll: Nicht nur, dass sie wie erwähnt die Seifen geteilt haben, nein, sie haben von der Bestellung bis zum Warenausgang nur glorreiche 20 Minuten gebraucht und ziemlich genau 25 Stunden nach der Bestellung war das Paket bereits bei mir. Außerdem wird die Seife wohl noch richtig in einer deutschen Manufaktur in Handarbeit hergestellt und zwar ausschließlich aus Bio-Ölen. Zusätzlich wird beim Verschicken so gut wie vollständig auf Plastik verzichtet.

 

Bislang ausgetestet an Körperseifen habe ich:

1. Schafsmilch-Körperseife
Nicht so richtig mein Fall, in erster Linie wegen des Geruchs.

2. Aloe Vera-Körperseife
Schon deutlich besser vom Geruch her (erinnert mich an “one ginger morning” von treacle moon, nur dezenter), ich bilde mir nach dem Duschen damit ein, dass die Haut einiges an Feuchtigkeit abbekommen hat.

3. Ringelblumenseife
Geruchstechnisch bislang mein ganz eindeutiger Favourit. Riecht ganz dezent blumig, aber nicht besonders süß oder aufdringlich.

4. Cappuccinoseife
Benutze ich nur zum Händewaschen dann und wann. Ein recht herber Geruch, auch nicht so hundertprozentig meins. Davon, dass sie Gerüche übermäßig vertreibt, habe ich noch nicht viel gemerkt.

 

Bislang ausgetestet an Haarseifen habe ich:

1. Melisse-Haarseife
Passt. Sowohl von der Wirkung her, als auch vom Geruch. Genau deshalb habe ich bislang wohl auch nur eine andere Seife aus meinen Testern ausprobiert. :-D

2. Henna-Haarseife
Von der Wirkung her vielleicht sogar noch einen kleinen Ticken besser als Melisse. Der Geruch ist ziemlich kräuterig und eigentlich nicht unangenehm, aber ich konnte mich trotzdem nicht so recht damit anfreunden.

 

Was jetzt noch abzuwarten bleibt, ist, wie lange die Seifeklötze jeweils halten. Die Körperseifen schrumpfen gefühlt relativ schnell, aber gut, bei den Temperaturen im Moment gehe ich meistens auch einmal täglich duschen. Die Haarseife hingegen scheint deutlich ergiebiger zu sein.
Gespannt bin ich auch darauf, ob ich noch Probleme mit Kalkseife kriegen werde. Eigentlich haben wir hier relativ hartes Wasser und ich habe ab und an gelesen, dass das zu Problemen führen kann. Bislang habe ich allerdings noch keine Rückstände in meinen Haaren entdeckt.

Fenstertheater • am 02.08.2014, um 20:19 • in Körperpflege, Seife
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